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Motorrad-Ratgeber

Motorrad-Ratgeber: Tipps rund um die Motorradhelm-Pflege

Bild oranger Motorradhelm mit Schwamm und Spray Die Pflege des Motorradhelmes erhöht die Sicherheit des Fahrers und sollte nicht zu kurz kommen. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Beim Motorradfahren kommt nicht nur dem Motorrad an sich ein hoher Stellenwert zu. Neben dem Motorrad muss selbstverständlich auch der Helm entsprechend glänzen. Die Pflege des Motorradhelms darf nicht zu kurz kommen und ist für uneingeschränkten Fahrspaß sowie Fahrsicherheit unerlässlich. Der Motorradhelm sollte das ganze Jahr über gepflegt werden. In unserem Ratgeber verraten wir Dir 10 Reinigungstipps, mit denen Du die Lebensdauer des Kopfschutzes verlängern und ihn gleichzeitig in neuem Glanz erstrahlen lassen kannst. Somit bist Du bestens auf die neue Motorradsaison vorbereitet und dem Fahrspaß mit Deinem Motorrad steht nichts mehr im Wege.

Ganzjährige Helmpflege ist ein Muss!

Insbesondere im Zeitraum nach der Saisonpause sowie davor ist die ordnungsgemäße Pflege des Motorradhelms obligatorisch. Das Motorrad und entsprechendes Equipment wie der Motorradhelm müssen sorgfältig hergerichtet werden. Dabei steht die Optik des Helms keineswegs im Vordergrund, vielmehr zielt eine gründliche Instandhaltung auf die Erhaltung der Schutzfunktion ab.

Zudem wirkt die Wartung auf die Lebensdauer des Kopfschutzes. Bevor Du den Motorradhelm Ende des Jahres in den Winterschlaf schickst, solltest Du ihn komplett auf etwaige Schäden überprüfen: Werden offene Stellen oder größere Risse sichtbar? Befinden sich Kratzer auf dem Visier? Hat sich der Riemen gelockert? Nutze die Saisonpause, um gefundene Schäden zu beheben. Wie Du Dein Motorrad winterfest machen kannst, erfährst Du im Ratgeber Wie überwintert das Motorrad optimal?

Pflegetipps

Auf welche Aspekte es bei der Instandhaltung des Helms ankommt, zeigen die folgenden zehn Pflegetipps:

  1. Sicherheitskontrolle

    Die beschriebene Kontrolle der Helmbeschaffenheit solltest Du auch vor dem Saisonstart durchführen. Bevor Du Dich auf die Straße wagst, muss die einwandfreie Funktionsfähigkeit des Motorradhelms attestiert werden. Dazu gehören unter anderem die passgenaue Schließung und Öffnung des Kinnriemenschlosses als auch eine gute Sicht durch das Visier. Beeinträchtigungen der Sicht stellen ein erhöhtes Unfallrisiko dar und sollten unbedingt vermieden werden. Tausche gegebenenfalls das Visier aus.
     
  2. Visierreinigung

    Bei der jährlichen Generalreinigung solltest Du das kratzanfällige Visier behutsam ausbauen. Auf diese Weise kannst Du sowohl die Innenseite als auch Außenseite gründlich reinigen. Zum Entfernen von hartnäckigen Verunreinigungen (auf der Außenseite) eignet sich die Kombination aus weichem Lappen und milder Seifenlauge. Trockne das Visier mit einem fusselfreien Tuch ab. Die Innenseite sollte ausschließlich mit einem feuchten Tuch behandelt werden, starke Reinigungsmittel sowie kraftvolles Rubbeln bzw. Reiben solltest Du unterlassen.
     
  3. Visierrasterung

    Die Visiermechanik solltest Du von Zeit zu Zeit ölen beziehungsweise fetten. Bei Bedarf helfen zur Optimierung der Gängigkeit auch einige Tropfen Silikonöl oder Vaseline aus der Drogerie. Achte darauf, grobe Schmutzpartikel regelmäßig zu entfernen, um die volle Funktionsfähigkeit zu garantieren und die Haltbarkeit zu verlängern. Für die Säuberung der Visiermechanik empfehlen Experten die Verwendung eines Pinsels. Mit diesem befreist Du die betreffenden Stellen von allerlei Schmutzpartikeln, die Du mit einem normalen Lappen nicht erwischen würdest.
     
Bild schwarzer Motorradhelm auf dem Boden Die Helmschale kann einfach mit einem nassen Tuch gereinigt werden.
  1. Säuberung der Helmschale

    Die Helmschale ist oftmals durch Straßenschmutz, Öl- oder Kraftstoffrückstände stark verschmutzt. Den Dreck bekämpfst Du mit einer sanften Seifenlauge. Trage diese mit einem Handtuch, Lappen oder einem Stück Küchenrolle auf. Von der Verwendung eines harten Schwamms bzw. Topfreiniger wird abgeraten.
    Eingetrockneten Schmutzrückständen kann man mit einer einfachen, aber effektiven Methode zu Leibe rücken: Wickle den Motorradhelm in ein nasses Tuch ein beziehungsweise bedecke ihn mit angefeuchteten Küchenrollenblättern. Es ist ausreichend, die betroffene Partie damit zu bedecken. Ein bisschen Spülmittel kann hierbei nicht schaden. Der Helm sollte 30 Minuten in diesem Zustand verweilen, dann sollten die hartnäckigen Verkrustungen gelöst sein und sich leicht abwischen lassen. Abschließend kannst Du zur Konservierung des Lacks eine handelsübliche Politur auftragen.
     
  2. Reinigung der Belüftungssysteme

    Während der Fahrt mit dem Motorrad fliegen häufig kleine Insekten in das Belüftungssystem, woraus eine Verstopfung der Belüftungshaube resultieren kann. Als Konsequenz wird die Frischluftzufuhr behindert. Unterziehe dem Belüftungssystem regelmäßig einer Kontrolle und reinige es gegebenenfalls.
     
  3. Gummierung regelmäßig erneuern

    Um ein Verkleben des Gummis am Visier zu vermeiden, musst Du die Dichtung kontinuierlich mit warmen Wasser und einem weichen Tuch säubern. Bevor Du das Visier wieder schließen, müssen die feuchten Stellen gänzlich getrocknet sein. Ab und an ist das Auftragen von Talkumpulver ratsam: Die Gefahr von spröden Stellen sinkt, folglich steigt die Haltbarkeit der Gummidichtung.
     
Bild weiße gefüllte Waschmaschine Abnehmbare Innenpolster können in der Waschmaschine gereinigt werden.
  1. Innenpolster

    Bei neueren Helmmodellen lässt sich die Innenpolsterung bequem herausnehmen. Der Vorteil: Du kannst die Polster im Schonwaschgang bei 30 Grad in der Waschmaschine waschen (verzichte dabei auf den Schleudergang). Besitzt Ihr Motorradhelm ein festes Innenfutter, solltest Du zunächst Haare und Schuppenreste mit einem Staubsauger oder aber einer weichen Bürste entfernen.
    Daran schließt sich die Reinigung mittels spezieller Reinigungsmittel, -sprays und -schäume an. Günstiger (und gleichermaßen empfehlenswert) ist eine reine Seifenlauge. Alternativ kannst Du auch ein mildes Haarshampoo verwenden. Um das unter dem Polster befindliche Innenfutter nicht durchzuweichen und so womöglich zu beschädigen, solltest Du das vollständige Durchnässen der Polsterteile vermeiden. Optimal ist das mehrmalige Abwaschen mittels Schwammtuch. Tipp: Das Tragen einer Sturmhaube schont das Innenfutter und hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Lebensdauer der Polsterung.
     
  2. Regelmäßiger Helmaustausch

    Um Deiner Gesundheit willen solltest Du den Motorradhelm etwa alle fünf Jahre austauschen. Motorradhelme sind nicht für die Ewigkeit gebaut, durch Materialermüdung und Verschleiß der einzelnen Komponenten ist die Lebensdauer beschränkt. Darüber hinaus altern Helmschale und Futter durch häufige Nutzung, was sich negativ auf die Stabilität und Passgenauigkeit auswirkt. Selbstredend ist der Verschleißeffekt abhängig von Gebrauchsintensität und Witterung und kann entsprechend variieren.
     
  3. Sturz = neuer Helm?

    Grundsätzlich solltest Du den Motorradhelm nach einem Sturz auf den Kopf erneuern. Dies gilt selbst für den Fall, dass der Kopfschutz keine sichtbaren Schäden aufweist. Feine, für Ihr Auge unsichtbare Haarrisse können den Helm höchst instabil machen und stellen ein großes Sicherheitsrisiko für Ihre Gesundheit dar.  
     
  4. Sorgfältige Trocknung

    Elementar nach der kompletten Helmreinigung ist die vollständige Trocknung der gesäuberten Teile vor der Wintereinlagerung bzw. einer erneuten Benutzung. Der Helm wird für die Überwinterung bestenfalls in einem entsprechenden Beutel aufbewahrt und an einem trockenen Platz verstaut. Von einer offenen Lagerung in der Garage oder dem Keller wird abgeraten: Achtung Schimmelgefahr. Hier hilft nur ein Schimmel-Entfernen auf Fruchtsäurebasis, den Du in der Apotheke erwerben können. Optimaler sind wahrscheinlich die Entsorgung und folglich der Helmneukauf.

 

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Bild 1: © markt.de
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